Alles gute kommt von oben - hängende Gärten

16
Dez

Vertikale Gärten können , wie in den anderen Artikeln beschrieben, auf verschiedene Art und Weise entstehen:

  1. Durch das Begrünen der Wand mit Pflanzen, die alleine oder mit Hilfe an ihr emporwachsen können wie Kletterpflanzen oder auch der Einsatz von Spalierobstbäumen. Die verwendeten Pflanzen wurzeln dazu direkt im Boden oder in Pflanzgefäßen, die am Boden stehen.
  2. Wände können auch mit einer Konstruktion versehen sein, die das direkte Bepflanzen der Wand ermöglicht (siehe die "Vertikalen Gärten" des Patrick Blanc) nach dem Vorbild der Natur, in der man Pflanzen an Felshängen und Höhlendecken finden kann.
  3. Die dritte Möglichkeit der Gestaltung von vertikalen Gärten ist das Bepflanzen von Körben und anderen Pflanzgefäßen, die anschließend hängend an der Wand befestigt werden. Wählt man die Bepflanzung richtig aus, werden die Pflanzgefäße innerhalb von kürzester Zeit unter der wuchernden Pflanzenpracht verschwunden sein, so dass der Eindruck einer begrünten Wand entsteht.



Geschichtlicher Hintergrund

Diese sogenannten "hängenden Gärten" sind dabei keine Erfindung unserer Zeit, sondern finden sich als eines der sieben antiken Weltwunder schon im Begriff der "Hängenden Gärten der Semiramis" im antiken Babylon wieder.

Ob es diesen paradiesischen Garten jemals gab, darüber streiten sich die Wissenschaftler. Er wurde jedoch von verschiedenen Quellen beschrieben und der Archäologe Robert Koldewey, der an vielen Ausgrabungen in Babylon maßgeblich beteiligt war, war davon überzeugt, Teile der Konstruktion wiedergefunden zu haben.

Dabei geht man davon aus, dass nicht Semiramis, sondern Nebukadnezar II in seiner Regierungszeit (605 -562 v. Chr.) für die Erbauung der hängenden Gärten verantwortlich war.

Wie soll nun dieser paradiesische Garten ausgesehen haben?

Anders als man sich vorstellt, handelte es sich nämlich nicht wirklich um etwas "Hängendes" im eigentlichen Sinne, sondern um ein terrassiertes Gebäude mit einer Grundfläche von angeblich 120 m im Quadrat und einer Höhe von 25 bis 30 m an höchster Stelle der obersten Terrasse.

Angeblich waren diese Terrassen äußerst prachtvollen mit vielen erlesenen Pflanzen bepflanzt, die der Herrscher von Reisenden sammeln und mitbringen ließ. Selbst Bäume sollen auf dem Gebäude Platz gefunden haben, so dass es sich bei den Hängenden Gärten Babylons wohl um den ersten überlieferten botanischen Garten handeln könnte.
Fakt ist jedoch, dass dieser Paradiesgarten ein künstlicher Berg mit exotischer Gartenanlage war und nichts Hängendes, Dieser Fehler in die Begrifflichkeit läßt sich wohl auf einen Übersetzungsfehler zurückführen.
Bemerkenswert ist allerdings abschließend noch der Grund für den Bau des Gartens. Nebukadnezar II ließ ihn nämlich dem Mythos nach für seine Geliebten Amyitis bauen, da diese unter starkem Heimweh nach ihrer grünen und bergigen Heimat litt in der glühendheißen Wüste Babylons.

Nach diesem kurzen Exkurs zurück zu den hängenden Gärten für wenig Platz:

Hanging Baskets und Plant bags sind heutzutage eine leichte Möglichkeit, sich gerade auch bei wenig Platz dieses Gartenmodells zu bedienen.









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