
Kletterpflanzen sind eine spannende Pflanzengruppe.
Sie bestechen besonders durch ihre Wuchs- und Blühkraft.
Definieren lassen sich Kletterpflanzen durch ihre charakteristische Eigenschaft, keinen tragenden Stamm, Zweig oder Stengel auszubilden. Da sie aber natürlich wie alle Pflanzen das Bestreben haben zum Licht zu wachsen, haben sie sich unterschiedlichste Klettertechniken einfallen lassen, um dieses Ziel auch zu erreichen.
Nach diesen Kletterstrategien werden Kletterpflanzen nochmals in folgende Untergruppen unterschieden:

1.) Gerüstkletterpflanzen
Diese Gruppe von Pflanzen umfasst alle Kletterpflanzen, die eine Kletterhilfe zum Erklimmen benötigen. An dieser können sie sich mit Hilfe unterschiedlicher Strategien festhalten.
Folgende Pflanzengruppen lassen sich dieser Kategorie zuordnen:
- Schlinger und Winder
- Ranker ohne Haftscheiben
- Spreizklimmer

2.) Selbstklimmer
Pflanzen dieser Gruppe bilden eigene Organe aus mit deren Hilfe sie sich selbstständig an Fassaden, Mauern und Bäumen festhalten können. Sie benötigen demnach eigentlich keine künstlichen Kletterhilfen.
Zu dieser Gruppe gehören demnach:
- Haftscheibenranker
- Haftwurzelkletterer
Achtung!
Egal welche Art von Kletterpflanze Sie verwenden möchten, es gibt ein paar Dinge, die man wissen und beachten sollte:
- Viele Kletterpflanzen sind wirklich extrem starkwüchsig. Man sollte die Kräfte dieser Pflanzen nicht unterschätzen. Wählen Sie die Kletterpflanze, die Sie verwnden wollen sehr sorgfältig aus und lassen sich eventuell von einem Fachmann beraten. Die Falsche Wahl kann durchaus auf die Dauer schwere Schäden an der Fassade verursachen. Wunderschön, aber auf jeden Fall kritisch zu beäugen ist dahingehend beispielsweise der Blauregen, der mit seinen Kräften schon mal ein Fallrohr oder eine Regenrinne zerquetschen kann.
- Kletterpflanzen hinterlassen Spuren an der Wand egal, um welche Art es sich handelt. Die Gruppe der Selbstklimmer kann beispielsweise in den seltensten Fällen von der Fassade abgelöst werden ohne Reste ihrer Halteorgane zu hinterlassen. Für die Gruppe der Gerüstklimmer benötigt man Kletterhilfen, die an der Fassade montiert werden müssen. Wenn Sie nicht der Besitzer Ihrer Behausung sind, dann sollten Sie den Eigentümer zuvor um Erlaubnis bitten bevor Sie Veränderungen an seiner Hausfassade vornehmen.
- Auch mit den Nachbarn sollte eine Einigung gefunden werden, ob und wie weit die Pflanze das Territorium des Nachbarn in Beschlag nehmen darf.
- Kletterpflanzen brauchen auch Pflege. Je nach Standort müssen sie im Sommer möglicherweise gegossen werden und je nach Sorte können Pflegearbeiten in Form von Schnittarbeiten anfallen.
- Ein letzter Tip: Zur Sicherheit sollten Sie verhindern, dass die Pflanzen das Dach erreichen. Einige Kletterpflanzen sind negativ phototrop. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Pflanzen Dachpfannen anheben.
Da das Thema Kletterpflanzen sehr umfangreich ist, möchte ich an dieser Stelle auf eine sehr ausführliche Seite nur zu dieser Pflanzengruppe verweisen: Kletter-Pflanzen.de