Diese These trifft mit Sicherheit auf die Menschen zu, die sich zu den Gärtnern oder auch Pflanzenliebhabern zählen, denn wer sich mit Leib und Seele den Pflanzen verschrieben hat, der wird immer noch ein kleines Plätzchen finden für ein weiteres spannendes oder auch vernachlässigtes Exemplar.
Nicht selten kann man in Großstädten das Phänomen des "grünen Fensters" entdecken.
Gemeint sind damit Fenster, die so dicht zugewachsen sind mit Pflanzen jeglicher Art, dass man sich die Nase daran platt drücken kann und trotzdem auch nicht den kleinsten Blick nach innen erhaschen wird. Hat man jedoch mal die Gelegenheit in eine solche Wohnung zu kommen, dann wird man feststellen, dass nicht nur das Fenster voller Pflanzen ist, sondern die ganze Wohnung zu einem einzigartigen Dschungel mutiert ist.
Solche Pflanzenfreaks haben schon lange ein Prinzip für sich entdeckt, dass so einfach und doch so genial ist:
Im Innenraum ist dies schon lange keine Neuigkeit mehr, denn mit Hilfe von Kletterpflanzen kann man kahle Wände, Regale und Balken begrünen oder sie als Hängepflanzen in dichten Matten von der Decke ranken lassen.
Auch in der Stadtentwicklung haben die Pflanzen schon vor Jahrzehnten ihren Weg an die Wand gefunden, denn auch dort können Kletterpflanzen ganze Häuserfassaden verschönern. Jeder kennt den Anblick vom blutrot leuchtenden Laub des Wilden Weins (Parthenocissus in Arten und Sorten) im Herbst oder die prachtvollen blauen, traubenartigen Blüten des Blauregens (Wisteria in Arten und Sorten) im Frühjahr.
Warum also nicht die Wände des Balkons nutzen?
Oder die Fensterleibung des Küchenfensters?
Auch Sichtschutzwände an Terassen in kleinen Reihenhausgärten oder Windfänge an der Haustür bieten sich für "kleine Gärten" an.
Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Möglichkeiten zur Nutzung von Wänden vorstellen.